Weinbergsarbeit

Eine gute Weinbergsarbeit ist eine wichtige Voraussetzung, um im Herbst qualitativ hochwertige Trauben lesen zu können. Grundsätzlich ist es nicht falsch zu behaupten, dass die Qualität eines Weines aus dem Weinberg und nicht aus dem Keller kommt, denn mit schlechten Trauben ist es schwer guten Wein herstellen.

Rebschnitt, Binden und Bodenbearbeitung

Bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres wird  der Grundstein für die kommende Weinernte gelegt. Beim Rebschnitt wird die Rebe auf ein bis zwei Fruchtruten zurück geschnitten. Hierdurch wird bereits die Qualität der später geernteten Trauben mitbestimmt. Je mehr Triebe man übrig lässt, umso höher die Erntemenge, aber desto niedriger die Qualität. Lässt man nur ein oder zwei Triebe stehen, wird der Ertrag niedriger, aber die Trauben weisen eine höhere Qualität auf. Das abgeschnittene Holz der Rebe wird zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Dadurch sorgt der Winzer für eine natürliche Düngung des Bodens und einen höheren Feinbodenanteil.
Anschließend werden die Ruten aus dem Vorjahr gebogen und durch Binden in Form gebracht. Beabsichtigt ist eine flächige Ausrichtung der Blätter zur Sonne und eine gleichmäßige Versorgung der Triebe mit den nötigen Nährstoffen.

Gipfeln und zusätzlicher Rebschnitt

Allerdings werden die Reben auch über das Jahr noch mehrmals zurückgeschnitten, um die Nährstoffe der Rebe nicht ins Blattwerk, sondern möglichst in die Trauben zu bringen. Diese Arbeiten setzen sich fort bis zur Lese im Herbst.